Panusevia unterstützt Gedenkweg Kuno im Scheppacher Forst

Mit einer Spende über 1000 Euro hat die PANSUEVIA GmbH & Co. KG den Bau des neuen Gedenkwegs Kuno im Scheppacher Forst unterstützt. Der Rundweg nahe der A8 zwischen  Zusmarshausen und Jettingen erinnert an die ehemalige Rüstungsanlage aus dem Dritten Reich. Dort ließ Willy Messerschmitt die Me 262 montieren – der erste in Serie hergestellte Düsenjäger der Welt.

Was war Hitlers vermeintliche Wunderwaffe, warum wurde sie ausgerechnet im Wald gebaut und sind die Düsenjäger wirklich auf der Autobahn abgehoben? Fragen wie diesen können Interessierte im tiefen Wald zwischen Zusmarshausen, Burgau und Scheppach nachgehen und sich dort selbst ein Bild von den Resten der geheimen Rüstungsanlage Kuno machen. Sie können auf dem vier Kilometer langen Rundweg das ehemalige Waldwerk erkunden und sich selbst auf Spurensuche machen. An verschiedenen  Stationen erfahren die Besucher mehr über den Ort, an dem der Düsenjäger Me 262 montiert und wo Zwangsarbeiter und jüdische KZ-Häftlinge ausgebeutet wurden. Im dichten Fichtenwald entdecken die Besucher vier Holzkisten, in denen sich auch echte Fundstücke befinden. Die Kisten symbolisieren den Charakter des ehemaligen Waldwerks: In Kisten wurden damals Werkzeuge für die Montage genauso wie die verschiedenen Bauteile für den Düsenjäger Me 262 angeliefert.  Jetzt findet sich Geschichte in Kisten – wer die Kisten öffnet, kann erleben, was sich vor über 70 Jahren im Wald abgespielt hat.

Etwa 100 Maschinen entstanden versteckt im Wald, schätzungsweise sechs bis acht Düsenjäger hoben auf der Autobahn ab. Für den Start wurde eigens der Mittelstreifen betoniert. Bis in die 1960er-Jahre war der Streifen noch erhalten. Beim Ausbau der Autobahn kamen noch weitere Reste der Anlage ans Licht: Archäologen untersuchten und dokumentierten die Fundamente von zwei Hallen und die so genannten Justieranlage: Dort sollte der Bordkompass jedes Düsenjäger genau eingestellt werden.

Die Idee zum Projekt entstand nach der Veröffentlichung des Magazins Die Wunderwaffe aus dem Wald und der Sonderausstellung im Museum Zusmarshausen. Beteiligt sind Maximilian Czysz (Redakteur Augsburger Allgemeine) und als Vorhabensträger der Forstbetrieb Zusmarshausen der Bayerischen Staatsforsten mit deren Leiter Hubert Droste.

Bild: Die Pansuevia mit Robert Schmidt (Mitte) unterstützt den Gedenkweg Kuno, den Hubert Droste (links, Forstbetrieb Zusmarshausen der Bayerischen Staatsforsten) und Maximilian Czysz (Augsburger Allgemeine) auf den Weg gebracht haben.

Text und Bild: Maximilian Czysz, Augsburger Allgemeine